Google warnt vor Gastartikeln

FehlerLaut John Mueller, Analyse-Experte bei Google, führen Gastbeiträge mit Links zu einer sogenannten unnatürlichen Verlinkung. Google bewertet derartige Links bereits seit Jahren niedriger. Google verfügt angeblich über Daten für mehrere Jahre, um über Trainingsalgorithmen entsprechende Gastbeiträge zu erkennen.

Google bestraft keine Gastbeiträge

Bereits in der Vergangenheit hat Google vor solchen Beiträgen gewarnt. Mueller beschränkte sich bei seinem Beitrag auf Twitter darauf zu erklären, wo genau das Problem mit Gastbeiträgen liegt und wieso Google sie leicht aufspüren kann. Muellers Beitrag ist eine Fortsetzung der Debatte über Links durch Gastbeiträge, die durch den Service von SEMRush bereitgestellt wurden. Er bezeichnete diese Verlinkungen als ein unnatürliches Verbindungsschema. SEMRush hat diesen Dienst mittlerweile bereits eingestellt.

Spekulationen auf Twitter, ob dieses Vorgehen bestraft wird

John Mueller twitterte, dass dies nicht der Fall sein wird:

„Es fangen immer wieder neue Leute mit SEO an (yay!), aber das Thema ist ein alter Hut und bisher hat sich nicht viel geändert. Da nicht besonders viele von dem Thema getriggert werden, sehe ich keinen Grund für unser WebSpam-Team zu handeln.“

Er schlussfolgerte:

“Da dieses Thema schon so alt ist, haben wir natürlich eine Menge Daten für unsere Algorithmen. Ich wäre nicht sehr überrascht, wenn der größte Teil der Links zukünftig einfach automatisch ignoriert wird. Und warum sich nicht um etwas Sinnvolles kümmern, wenn es sich hierbei nur um ignorierte Verlinkungen handelt?

Warum Gastbeiträge problematisch sind

Der früher für Google tätige Softwareentwickler Matt Cutts kündigte bereit 2014 in einem Blog an, dass Gastbeiträge für Links am Ende sind. Da er stets gute Hinweise gab, sollte er auch dieses Mal Recht behalten. Die große SEO-Community ignorierte jedoch seine Warnung: Mittlerweile wurden E-Mail-Adressen aus Webseiten extrahiert, um mit diesen automatisch Gastbeiträge zu generieren. Es gab tatsächlich den Fall eines automatischen Gastbeitrags darüber, wie man Gastbeiträge automatisch generieren kann. Das Witzige an diesem Beispiel: Der Beitrag selbst wurde nicht für seine entsprechenden Suchbegriffe im Ranking gelistet.

Gastbeiträge sind also bereits seit Jahren nicht relevant für ein Ranking bei Google. Trotzdem haben sie einen gewissen Mehrwert für Kunden, denn sie helfen dabei, die eigene Marke oder den eigenen Blog aufzubauen. Und genau darin besteht der eigentliche Wert von Gastbeiträgen.

Wie erkennt Google Gastbeiträge?

Laut John Mueller ist das Erkennen von Gastbeiträgen ziemlich trivial und offensichtlich. Dies gilt natürlich in erster Linie für Gastbeiträge, die auch als solche gekennzeichnet sind. Es ist weniger offensichtlich bei Beiträgen, die nicht entsprechend markiert sind und als ganz normale Artikel veröffentlicht werden.

Zumindest in den USA wird dieses Thema vermutlich noch zu weiteren Diskussionen führen, da es bestimmte Richtlinien gibt für das Werben bzw. für Nachrichten, die einen werbenden Charakter haben. Verlage werden daher zukünftig möglicherweise dazu verpflichtet sein, entsprechend als Werbung identifizierte Beiträge auch als solche zu kennzeichnen. Ansonsten könnten hohe Strafen drohen.

Jeder Webseitenbetreiber oder Blogger sollte sich zukünftig also fragen, weshalb er Gastbeiträge nutzen oder zulassen möchte. Allein um das Ranking bei Suchmaschinen zu verbessern, lohnt es sich nicht. Dafür gibt es mittlerweile bessere Möglichkeiten und auf diese sollte man sich aus SEO-Gesichtspunkten konzentrieren.

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